Der ASB Kreisverband Lüneburg entsendet Helfer nach Rheinland Pfalz zur Flutkatastrophe
Durch die Hochwasser-Katastrophen im Juli 2021 sind weite Teile des Landkreises Ahrweiler (Rheinland-Pfalz) massiv zerstört und teilweise immer noch von der Außenwelt abgeschnitten.
Von Mittwoch Nacht den 27.07.2021 bis Sonntag, den 01.08.2021 waren 7 Helferinnen und Helfer des ASB Kreisverband als Teil des Niedersächsischen ASB Landeseinsatzzug im Einsatz. Für den Einsatz wurden die Einsatzkräfte von Ihren Arbeitgebern freigestellt. Insgesamt waren mehr als 140 Samariter aus ganz Niedersachsen mit knapp 50 Fahrzeugen im Einsatz. Neben den üblichen Rettungsmitteln wie Rettungs- und Sanitätsfahrzeugen waren auch ASB Spezialfahrzeuge wie Pick-Ups, Quads und Wechsellader im Einsatz.
Die Einsatzaufträge wurden tagesaktuell durch die Technische Einsatzleitung vor Ort vergeben und waren sehr vielfältig:
- Einbindung in den örtlichen Rettungsdienst.
- Betreuungsmaßnahmen bei freiwilligen Helfern und Anwohnern.
- Kontaktaufnahme zu freiwilligen Helfern und Anwohnern im Rahmen der Psychosozialen Notfall- Vorsorge.
- Sanitätsdienstliche Absicherung.
- Stellung und Besetzung von Sanitätsstationen.
- Verteilung von Hygienemitteln wie Masken, Desinfektionsmitteln, Verbandsmaterial.
- Verbreitung von Informationen.
- Impfungen durchführen.
- Pflegerische Maßnahmen durchführen.
Der Bereitstellungraum für die Einsatzkräfte war nur 1 Kilometer vom Stadtkern auf einem Sportplatz. Hier wurde ein sogenannter Behandlungsplatz 500 (BTP 500) aufgebaut, der Platz für 500 Personen bietet. Hier sind alle wichtigsten Komponenten in Zelten aufgebaut. Neben den Schlafzelten, gab es Zelte für die Versorgung, Aufenthalt Lagerung von Materialien und der Einsatzleitung. Sanitäranlagen und Küche waren im Vereinsheim des Sportplatzes. Die Lüneburger Samariter teilten sich ein Zelt mit Kollegen vom ASB aus Peine.
„In den folgenden Tagen sind wir als Lüneburger Team in die betroffenen Gebiete gefahren und haben neben den Aufträgen dort mit abgepackt wo Hilfe benötigt wurde.
Auch Wochen nach der Flut ist die Not der Menschen groß. Teilweise gibt es kein Wasser, Abwasser und Strom in den Wohngebieten. Brücken und Wohnhäuser sind eingestürzt oder gefährdet und Straßen und Wege unpassierbar.Wir sind hier sehr Willkommen und die Bürger sind dankbar für die Hilfe, die wir vor Ort leisten“, sagt Lukas Wick (27) Fachdienstleiter Katastrophenschutz beim ASB Kreisverband Lüneburg.